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Soft-Skills-Workshop „Selbstmanagement“

Um heutzutage beruflich erfolgreich zu sein, brauchen Wissenschaftler weitaus mehr als nur spezifische akademische Fachkenntnisse. Das Arbeiten in größeren – meist internationalen – Teams, häufig wechselnde Tätigkeitsfelder und Beschäftigungsverhältnisse sowie die allgemein steigenden Anforderungen machen eine ergänzende Ausbildung im Bereich der sozialen Kompetenzen unabdinglich. Diese Zusatzkenntnisse können z.B. in sogenannten „Soft-Skills“-Kursen erworben und trainiert werden, die inzwischen häufig im Laufe eines Promotionsstudiums angeboten werden.

Das Internationale Doktorandenkolleg „NanoBioTechnologie“ des Center for NanoScience (CeNS) in München hat sein Soft-Skills Angebot dieses Jahr mit einem zweitägigen Workshop zum Thema „Selbstmanagement“ begonnen, welcher vom 12. - 13. Februar in den Räumlichkeiten des CeNS stattgefunden hat.

In der Anfangsphase des Workshops verdeutlichte der Referent des Kurses, Oliver Renner von organon®Unternehmensberatung, dass erfolgreiches Selbstmanagement einen fortlaufenden Lernprozess bedeutet, in dem die erworbenen Techniken und Konzepte nach und nach auf das eigene Leben übertragen werden. Mit Hilfe der Methoden des Selbstmanagements werden dann z.B. Aufgaben nach Prioritäten geordnet, besser strukturiert und potentielle Stresssituationen verhindert, was zu einer erheblichen Vereinfachung des (Berufs-)Lebens führt.

Die im weiteren Verlauf des Seminars behandelten Themen waren sehr vielseitig: Merkmale eines erfolgreichen Selbstmanagements wie z. B. die eigene Wertschätzung, Selbstdisziplin und Einflussnahme bzw. flexible Kontrolle wurden ebenso angesprochen wie die sogenannte „Stärken-Trias“. Bei diesem Konzept wird erarbeitet, was die Stärken der eigenen Personen sind, was man braucht, um sie zur vollständigen Entfaltung zu bringen und wozu man sie einsetzen möchte. Die insgesamt 11 Teilnehmer waren meist in kleinere Gruppen aufgeteilt und konnten sich so den Fragen und Antworten offen und ausführlich widmen.

Am ersten Kurstag wurde des Weiteren das wichtige Thema „Ziele“ bearbeitet. Hierbei machte Oliver Renner mit dem SMARTe-Ziele-Konzept deutlich, dass gut definierte Ziele für das eigene Selbstmanagement elementar sind (siehe Bild rechts). Nach dem SMART-Modell müssen die Ziele spezifisch, messbar, attraktiv (d.h. herausfordernd und erreichbar), relevant (d.h. beeinflussbar) und terminiert sein, um eine Erleichterung der Zielsetzung und das Erreichen des Ziels zu ermöglichen.

Die beiden Schwerpunkte des zweiten Tags waren die Themen „Zeitmanagement“ und „Stressbewältigung“. Typischen Stressantreibern wie den Aufforderungen „Sei perfekt!“, „Mach’s allen recht!“ und „Beeil Dich!“ wurden sogenannte „Erlauber“ wie „Du darfst Fehler machen“ und „Du darfst nein sagen“ entgegengesetzt. Die Teilnehmer sollten dabei lernen, schädlichen Antreibern mit positiv formulierten „Erlaubern“ zu begegnen und trainierten die Umsetzung dieser Methode in ihren jeweiligen Kleingruppen. Als weitere praktische Methode zeigte der Referent den Teilnehmern auch Maßnahmen gegen negativen Stress auf wie z. B. Meditation (kognitiv), körperliche Entspannung (vegetativ) oder Sport (motorisch).

Der Selbstmanagement-Workshop wurde von den Doktoranden mit großer Begeisterung angenommen und sehr positiv bewertet. Vor allem die ruhige und kompetente Art des Trainers Oliver Renner wurde von den Teilnehmern außerordentlich geschätzt.