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Tuesday, 21 June, 2011

Auf der Suche nach den Anyonen

Neues Verfahren soll fundamentale Teilchen nachweisen

Die Quantenphysik kennt zwei fundamentale Teilchensorten: Zu den Bosonen gehören etwa die Photonen des Lichts, während zu den Fermionen unter anderem die Protonen und Neutronen des Atomkerns gezählt werden. Bosonen und Fermionen unterscheiden sich grundlegend in ihrem Verhalten. Das wird in der sogenannten Quantenstatistik festgehalten, die auch für die Identifizierung der Teilchen herangezogen wird. Seit den 1980er Jahren aber wird eine dritte fundamentale Teilchensorte postuliert: Die Anyonen liegen mit ihrer Quantenstatistik genau zwischen Bosonen und Fermionen. „Sie wären so etwas wie ein fehlendes Bindeglied zwischen den beiden bisher bekannten fundamentalen Teilchensorten“, sagt der LMU-Physiker Dr. Tassilo Keilmann. „Die Anyonen müssen nach den Gesetzen der Quantentheorie existieren – konnten bislang aber in der Natur noch nicht nachgewiesen werden.“

 

Presseinformation der LMU (deutsch)
Publication "Statistically induced Phase Transitions and Anyons in 1D Optical Lattices"