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Wednesday, 25 April, 2007

Mit künstlichen Viren zielstrebig in die Zelle

Möglicher Ansatz für Gentherapie besonders effektiv

Vielen Leiden wie Krebs oder Erbkrankheiten liegen genetische Defekte zugrunde. Diese so genannten Mutationen verhindern, dass das betroffene Gen seine normale Funktion erfüllt. In einer Gentherapie sollen entsprechend veränderte Viren gesunde Gene in die  Zellen des lebenden  Organismus einschleusen, so  dass diese  die defekten  Kopien  ersetzen können. Ein Ansatz nutzt „künstliche  Viren“, also eigens geschaffene molekulare Transporteinheiten. Diese Fähren werden so konstruiert, dass sie möglichst spezifisch nur die erkrankten Zellen  erkennen und an diese andocken, um in  das Zellinnere aufgenommen zu werden. Wissenschaftler  der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München erprobten jetzt verschiedene künstliche Viren und verfolgten deren  Weg  in Tumorzellen  mit bislang unerreichter Auflösung, wie in der Fachzeitschrift „Molecular Therapy“ berichtet. Die molekularen Transportvehikel  erkannten alle den  so genannten „Epidermal Growth Factor Receptor“, kurz EGFR, der in besonders hoher Dichte an der Oberfläche vieler Krebszellen  vorliegt. Wie die mikroskopischen Aufnahmen zeigen, beschleunigte und erleichterte die Wechselwirkung mit diesem Molekül die Aufnahme der künstlichen Viren deutlich – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Therapie.
(Quelle: LMU Pressemitteilung, 4.4.2007)

 

Presseinformation der LMU