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Tuesday, 28 October, 2008

Auf die Röhre gucken

Wie Nano-Objekte durch Defekte besser werden

Sie sind ganz leicht, doch stärker als Stahl und stabiler als ein Diamant. Sie sind nahezu unerreicht gute Wärme- und Stromleiter. Unter bestimmten Umständen werden sie sogar zu Supraleitern ohne elektrischen Widerstand: Nanoröhren aus Kohlenstoff sind – bei einem Durchmesser von wenigen Millionstel Millimetern – wahrhaft ein kleines Wunder und wecken in Industriezweigen von der Messtechnik bis zur Optoelektronik große Hoffnungen. Ein internationales Forscherteam, dem auch LMUWissenschaftler angehören, konnte nun zeigen, dass Defekte in den Nanoröhren das Material sogar verbessern könnten. Gezielt eingebrachte Fehler im Aufbau sollen die elektrische Leitfähigkeit und andere Eigenschaften der Nanostrukturen je nach Bedarf verändern. Zentral für die Arbeit war die neurartige und hochkomplexe Mikroskopiertechnik TENOM. Mit deren Hilfe konnten die LMUForscher auch in vorangegangenen Untersuchungen verschiedene Systeme aus Nanoröhren mit höherer Auflösung als jemals zuvor untersuchen. Dabei gelang unter anderem der Nachweis, dass ein Komplex aus Nanoröhren mit dem Erbmolekül DNA ideal als Sensor für Einzelmoleküle geeignet ist – sogar im Nanobereich. (...)

 

Presseinformation der LMU

Publikation: "Electron and phonon renormalization near charged defects in carbon nanotubes"